Lerncoach Spez. Legasthenie & Dyskalkulie
Lerncoach Spez. Legasthenie & Dyskalkulie

Lerncoach Spez. Legasthenie & Dyskalkulie

€1990

Übersicht

Der Lehrgang zum Lerncoach mit Spezialisierung auf Legasthenie und Dyskalkulie vermittelt Ihnen eine fundierte, praxisorientierte Ausbildung zur*zum professionellen Begleiter*in von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Legasthenie (Lese-Rechtschreibschwäche) und Dyskalkulie (Rechenschwäche) und anderen Lernstörungen. Sie erhalten ein fundiertes Wissen zur aktuellen Lern- und Leistungsdiagnostik und lernen, wie Sie individualisierte Trainingspläne erstellen und professionell durchführen. Sie erhalten die Befähigung, die individuellen Bedürfnisse jedes*jeder einzelnen Schülers*in zu analysieren und ressourcen-, ziel- und lösungsorientiert zu arbeiten. Durch gezielte Förderdiagnostik können mögliche vorhandene Defizite abgebaut und dadurch selbstwertstärkende und symptomreduzierende Maßnahmen individuell gesetzt werden.

Richtet sich an

Der Lehrgang richtet sich an Pädagog*innen, Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Elementar-, Primar- und Sekundarpädagog*innen, Sozialpädagog*innen, Hortpädagog*innen, Lebens- und Sozialberater*innen und alle Menschen, die in psychosozialen oder pädagogischen Kontexten tätig sind oder sich in einer entsprechenden Ausbildung befinden sowie für alle Personen die sich in dieser Berufssparte umorientieren wollen.

Das Berufsbild

Als Lerncoach mit Spezialisierung auf Legasthenie und Dyskalkulie können Sie in vielfältigen Bereichen tätig sein. Sie haben die Möglichkeit, sich auf Basis Ihrer Schlüsselkompetenzen selbständig zu machen, in Praxisgemeinschaften tätig zu sein, sich in individuellen Interessensschwerpunkten weiter zu spezialisieren und diese erfolgreich in den Grundberufen umzusetzen und auszuüben (Kindergarten, Hort, Volksschule, Höhere Schulen, Sozialpädagogik, Psychologie).

Als Lerncoach mit Spezialisierung auf Legasthenie und Dyskalkulie

  • sind Sie Wegbegleiter*in von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Lernschwächen
  • bieten Sie Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, selbst zur Verbesserung ihrer Lernsituation beizutragen
  • helfen Sie Kindern und Jugendlichen, ihre Lernschwierigkeiten nicht als unüberwindliches Hindernis zu erleben, sondern ihnen mutig und lösungsorientiert entgegenzutreten
  • wissen Sie Bescheid über lernhemmende und lernfördernde Faktoren und geben dieses Wissen sowohl an Ihre Schüler*innen als auch an Eltern und Lehrpersonen weiter
  • ermöglichen Sie Verständnis für die komplexen Prozesse, die Lernen zugrunde liegen
  • unterstützen Sie Schüler*innen bei der (Wieder-)Entdeckung von Ressourcen zur selbstwirksamen und förderlichen Lernentwicklung
  • halten Sie Vorträge zum Thema Lernen, Behandlung und Prävention von Lernstörungen
  • sind Sie im institutionellen oder selbständigen Rahmen im Einzel- und/oder Gruppensetting tätig und/oder erhalten eine wertvolle Zusatzqualifikation zu Ihrem Grundberuf

Lehrgangsinhalte

Modul Grundlagen

Das erste Modul beschäftigt sich mit den Grundlagen von Lernen und potenziellen Lernschwierigkeiten, mit Möglichkeiten der Diagnose und der Prävention.

 

Einführung

Die Einführung dient dem gegenseitigen Kennenlernen, der Reflexion der eigenen Lerngeschichte und der Auseinandersetzung mit dem komplexen Gefüge aus sozialen, familiären, psychischen und physischen Faktoren, die die individuelle Lernleistung beeinflussen. Anhand unterschiedlicher Fallbeispiele wird bereits in der Einführung ein praktischer Bezug hergestellt.

 

Konzentration

Die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit gezielt einem Wirklichkeitsausschnitt zuzuwenden und über einen längeren Zeitraum aufrecht zu halten, ist grundlegend notwendig, um erfolgreich und effizient lernen zu können. Oft werden Konzentrationsstörungen als Ursache für häufige Lernmisserfolge angenommen. Vielmehr ist es jedoch so, dass Lernschwierigkeiten dann auftreten, wenn Kinder und Jugendliche ihre prinzipielle Fähigkeit sich zu konzentrieren – und diese Fähigkeit haben sie alle – nicht auf bestimmte Lerninhalte lenken können.

 

Teilleistungen und Teilleistungsschwächen

Teilleistungen sind jene Leistungen, die an der Basis gut entwickelt sein müssen, um Lesen, Schreiben und Rechnen mit Hilfe der üblichen Lehrmethoden erlernen zu können. Es handelt sich dabei um die visuelle und auditive Wahrnehmungsverarbeitung, die Raumorientierung, die Serialität und die intermodale Verknüpfung. Teilleistungsschwächen sind eine der häufigsten Ursachen für Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb und im Erlernen des Rechnens. Sie können aber auch zu Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsschwächen führen. Inhalte dieses Moduls sind eine theoretische Einführung in das Teilleistungs(schwächen)konzept, Möglichkeiten zur Erfassung von Teilleistungsschwächen und deren Behandlung. Die Teilnehmer*innen werden mit einem Diagnosemanual vertraut gemacht, das sie gleich in der Praxis anwenden können.

 

Prävention und Früherkennung

Bereits im Kindergarten- und Vorschulalter können Anzeichen späterer Lernstörungen erkannt und behandelt werden, sodass der Prävention in diesem frühen Alter ein großer Stellenwert beigemessen werden kann. Möglichkeiten, Schwächen in der Wahrnehmungsverarbeitung in diesem Alter zu erkennen und Lernstörungen mit einer spielerischen und kindgerechten frühen Förderung entgegenzuwirken, werden in diesem Modul vorgestellt. Lerncoaching Über eine theoretische Einführung in die Lernpsychologie werden praxisorientierte Techniken vorgestellt, die Schüler*innen das Lernen erleichtern und sie zu eigenständigem, selbst organisiertem Lernen anleiten. Dabei wird sowohl auf Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen als auch auf die sogenannten Lernfächer Bezug genommen. Zusätzlich wird auf lernfördernde und lernhemmende Faktoren eingegangen.

 

Praxismodul Lese- und Rechtschreibförderung – Legasthenie

Neben einer theoretischen Einführung in die Entwicklung des Schriftspracherwerbs wird auch ein Überblick über den aktuellen Stand der Legasthenieforschung und unterschiedliche Screenings- und Behandlungsansätze gegeben. Zentraler Fokus dieses Moduls ist es, über eine individuelle Förderdiagnostik zu einem geeigneten Behandlungsplan zu gelangen, der sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientiert. Um Lese-Rechtschreibschwächen effektiv behandeln zu können, ist eine eingehende, individualisierte Diagnose unerlässlich. Je nach Fragestellung kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Lerncoach mit Spezialisierung auf Legasthenie und/oder Dyskalkulie können pädagogische Verfahren verwenden, zusätzlich gibt es aber auch Fragestellungen, bei denen eine klinisch-psychologische Diagnostik herangezogen und deshalb an Klinische Psycholog*innen überwiesen werden muss.

Es werden zahlreiche, auch spielerische Methoden zur Förderung vorgestellt, die eine eigenständige, ressourcenorientierte und individualisierte Betreuung ermöglichen. Es fließen spielpädagogische, neurowissenschaftliche und didaktische Erkenntnisse ein. Ferner werden publizierte Trainingsmaterialien und verschiedene Betreuungskonzepte erprobt und kritisch diskutiert. Gemeinsam werden Möglichkeiten der Arbeit mit Alltagsmaterialien und die Erstellung eigener Trainingsunterlagen erforscht.

Um einen effektiven Theorie-Praxis-Transfer zu gewährleisten, wird mit vielen Praxisbeispielen – auch aus der individuellen Praxis der Teilnehmer*innen – gearbeitet. Es werden, je nach Bedürfnissen der Teilnehmer*innen, unterschiedliche Zielgruppen angesprochen und die Möglichkeiten der Individualisierung des Lese-Rechtschreibcoachings diskutiert.

 

Praxismodul Rechenförderung – Dyskalkulie

„Rechenschwäche“ ist eine einfache Bezeichnung für ein komplexes Phänomen, nämlich das Unverständnis für den Zahlenaufbau, die Bedeutung von Mengen und/oder mathematische Operationen. Oft entwickeln die betroffenen Kinder Eselsbrücken und Techniken, die spätestens ab dem Vordringen in höhere Zahlenräume ihre Wirksamkeit verlieren. Wie die kindlichen Denkweisen verstanden werden können, wie sich Rechenkompetenzen überhaupt entwickeln, welche Schwierigkeiten hier auftreten können und wie diagnostisch festgestellt werden kann, welche Unterstützung ein Kind braucht, sind die Themen dieses Moduls.

Es werden unterschiedlichste Möglichkeiten präsentiert, wie durch den Einsatz geeigneten Materials Rechenschwächen behandelt werden können. Ausgangspunkt jeder therapeutischen Intervention ist hier immer die individuelle Denkweise der Kinder, das Verständnis ihrer inneren Logik und der aktuelle Wissensstand der SchülerInnen.

Es werden zahlreiche, auch spielerische Methoden zur Förderung vorgestellt, die eine eigenständige, ressourcenorientierte und individualisierte Betreuung ermöglichen. Es fließen spielpädagogische, neurowissenschaftliche und didaktische Erkenntnisse ein. Ferner werden publizierte Trainingsmaterialien und verschiedene Betreuungskonzepte erprobt und kritisch diskutiert. Gemeinsam werden Möglichkeiten der Arbeit mit Alltagsmaterialien und die Erstellung eigener Trainingsunterlagen erforscht. Um einen effektiven Theorie-Praxis-Transfer zu gewährleisten, wird mit vielen Praxisbeispielen – auch aus der individuellen Praxis der Teilnehmer*innen – gearbeitet. Es werden, je nach Bedürfnissen der Teilnehmer*innen, unterschiedliche Zielgruppen angesprochen und die Möglichkeiten der Individualisierung des Rechencoachings diskutiert.

 

Modul Abschluss

Jede*r Teilnehmer*in präsentiert einen Fall aus der eigenen Praxis, der gemeinsam besprochen und supervidiert wird, wodurch die Handlungskompetenzen aller Teilnehmer*innen zusätzlich erweitert werden. Ferner präsentieren die Teilnehmer*innen ihre Abschlussprojekte. Dieses Modul dient auch der gemeinsamen Rückschau auf den Lehrgang und der Planung der zukünftigen praktischen Tätigkeit.

Organisatorischer Ablauf

Die Ausbildung besteht aus Präsenzwochenenden die gemeinsam und vor Ort abgehalten werden. Zusätzlich werden die Themenschwerpunkte Legasthenie und Dyskalkulie in Online-Einheiten gelehrt.

Die Kosten für die Ausbildung belaufen sich auf €1990.-

Abschluss

  • Erstellung und Präsentation eines schriftlichen Abschlussprojektes zu einem selbstgewählten und mit der Seminarleitung abgesprochenen Thema
  • Mindestens eine Fallpräsentation im Laufe des Lehrgangs
  • Verfassen von jeweils einem Gutachten und einer exemplarischen Trainingsplanung pro Praxismodul

Lehrgangsleitung

Mag.ᵃ Agnes Stephenson
Pädagogin und Sonder- und Heilpädagogin

Sie gründete 2003 das Institut für Bildungsbegleitung in Wien, das sie bis heute leitet. Sie arbeitet dort als Pädagogin, Lerntherapeutin und Motopädagogin mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Lernstörungen. Im Rahmen ihrer leitenden Funktion am Institut für Bildungsbegleitung war sie auch für die Aus- und Weiterbildung sowie Trainingsreflexion der dort tätigen Pädagog*innen und Psycholog*innen zuständig.

Seit vielen Jahren leitet sie den Lehrgang zum Legasthenie- und Dyskalkuliecoach beim Bildungsforum in Graz, Innsbruck und Klagenfurt. Von 2014 bis 2022 war sie Lernbegleiterin in der Schulalternative Ätsch – Verein für Emanzipatorische Erziehung. Seit 2021 ist sie Universitäts-Assistentin an der Sigmund Freud Privat Universität Linz im Department Psychotherapiewissenschaft.

Seit vielen Jahren ist sie auch in der Beratung und Begleitung von Eltern und Erziehenden tätig und unterstützt sie vor allem im Bereich

Kursstandort

Unterer Platz 6, 9300 St. Veit, Kärnten

Kursdatum

Von 23.01.2026 bis 11.07.2026

Den genauen Stundenplan finden Sie unter dem Tab „Termine/Inhalte“.

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